Norovirus

Jedes Jahr ist eine große Anzahl von Menschen von Norovirus-Infektionen betroffen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch plötzlich einsetzendes schwallartiges Erbrechen und starke Durchfälle. Besonders gefährdet sind alte Menschen und Kinder, die auch in besonderem Maß von den begleitenden Flüssigkeitsverlusten betroffen sein können. Der Erreger ist weltweit verbreitet, und der Mensch ist das einzige relevante Erregerreservoir.

In Krankenhäusern sind Noroviren die häufigsten Erreger von nosokomialen Ausbrüchen und verursachen hier allein 74 % aller Ausbrüche. Im Durchschnitt sind pro Ausbruch 11 Personen betroffen. Im Vordergrund steht bei den Hygienemaßnahmen, symptomatische Patienten von anderen Menschen abzuschirmen, um eine direkte oder indirekte Übertragung der Erreger zu verhindern, sowie eine Intensivierung von Desinfektionsmaßnahmen. Es ist somit sehr wichtig einen hohen Kenntnisstand zu Norovirus-Infektionen beim Personal von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen sicherzustellen und durch das Wissen über die Symptome Erkrankte schnell zu identifizieren, um so die erforderlichen Präventionsmaßnahmen ohne Zeitverlust sicherstellen zu können.

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