Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen zählen zu den häufigsten nosokomialen Infektionen überhaupt. In den nicht-chirurgischen Fächern sind sie die häufigste nosokomiale Infektionsart. Krankenhausweit haben die Harnwegsinfektionen einen Anteil von ca. 30% an den Infektionen. Harnwegsinfektionen können zu schwerwiegenden Komplikationen führen und gehören zum Beispiel zu den häufigsten Ursachen von im Krankenhaus auftretenden sekundären Sepsisfällen. Relevanz haben Harnwegsinfektionen darüber hinaus wegen der hierdurch verursachten Antibiotikaverordnungen und des daraus resultierenden Selektionsdrucks auf Erreger.

Die überwiegende Anzahl der Harnwegsinfektionen, die sich erst im Krankenhaus entwickeln, entstehen nach Manipulationen an den ableitenden Harnwegen. Bei diesen Manipulationen kann es sich um diagnostische oder therapeutische Instrumentierungen an den Harnwegen handeln. Meist sind es aber transurethrale Dauerkatheter, die zu Harnwegsinfektionen assoziiert sind. Durch diese enge Assoziation zwischen Manipulation und Infektion gilt ein hoher Anteil der Harnwegsinfektionen als vermeidbar. Da der transurethrale Harnwegskatheter der wichtigste Risikofaktor für nosokomiale Harnwegsinfektionen ist, stellt die Vermeidung unnötiger Katheterliegetage das Grundprinzip aller Präventionskonzepte dar.


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